Netzboot "feng"

Gebaut in Middelhagen bei Husmann (Mönchgut) als Netzboot für die Breeger Fischer (Wittow), gelangte das Boot 2000 mit uns nach Usedom. Wir bauten einen Schwertkasten ein, nähten aus Segeltuchresten ein Dschunkensegel zusammen und nutzten das Boot oft mit unseren damals kleinen Kindern zum Ausflug am Wochenende. In den letzten Jahren aber stand es ungenutzt an Land und verfiel langsam.

Zum Sommer 2016 zieht "feng" in die neue Werkstatt um: Sohlkiel und Steven sind noch in Ordnung, wir erneuern zuerst die unteren Plankengänge an Steuerbord.

An Backbord muß mehr getauscht werden: 6 Plankengänge. Die Planken werden ausgesägt, auf Dicke gehobelt, gedämpft mithilfe von Zwingen angebogen. Nach dem Abkühlen werden noch kleinere Anpassungen vorgenommen, bevor die Planke angebaut, vernietet und verklebt wird.

Für die Spanten haben wir Krummholz aus Robinie aufgesägt, aus dem dann die einzelnen Spantabschnitte gefertigt werden.

Nach Planken, Spanten erhält "feng" einen neuen Anstrich, alle Hölzer bekommen Schutz, von innen konservieren wir mit einer Mischung aus Holzteer und Holzöl. Von der "Tuchwerkstatt" in Greifswald lassen wir ein neues Segel schneidern, das alte hing tatsächlich wie bei den alten Chinesen in Fetzen.

Segeln für innere Harmonie: Mit Yin und Yang im Segel sind wir wieder "mobil" auf dem Wasser. Das 6-m-Boot lässt sich bequem auch allein segeln, erweist sich als seetüchtig auch bei mehr Wind und Welle. Stufenloses Reffen ist mit dem Dschunkenrigg problemlos, die Schot wird durch Hahnepoten zu jeder Latte geführt und kontrolliert auch den Twist im Segel. Mit Schwert und effektivem Segel ist ein Aufkreuzen jederzeit gut möglich.

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