Morbic 10 - der kleine Franzose

Leicht soll es sein, klassisch aussehen, sowohl zum Segeln, Rudern, mit Außenborder nutzbar sein - ziemlich viel für ein 2,70m langes Dinghi. In der Bretagne, Golfe de Morbihan, entdecken wir auf einem Hafenfest in Port Navalo einen Riß, der genau diese Funktionen erfüllt.

Francois Vivier, französischer "architecte naval", hat eine ganze Palette von Booten zum Selbstbau entworfen, das kleine Dinghi trägt den Namen "Morbic 10". Die Außenhaut besteht aus 6mm Sperrholz, für eine Klarlackierung wählen wir Messerfurnier Khaya.

Zuerst werden die einzelnen Plankengänge über Mallspanten miteinander verklebt, danach das Boot gedreht. Mit jedem neuen Bauteil wird das Boot steifer. Das Unterwasserschiff wird zum Schutz mit einer Lage Glasfasergewebe getränkt mit Epoxidharz überzogen.

Die Bereiche vorn und achtern unter den Duchten werden mit Styropor gefüllt, das garantiert die Unsinkbarkeit des Bootes bei einer Kenterung. Nach dem Bau von Schwertkasten, Mast und Spieren, Ruder und Duchten sowie mehreren Schichten Lack ist das Boot komplett.

Nach einem Test der Auftriebskörper schlagen wir das Segel an - ein Luggersegel, gefertigt nach Vorgaben des Konstrukteurs von der "Tuchwerkstatt" in Greifswald.

Das Boot manövriert wie eine Jolle, hat genug Auftrieb für bis zu 3 Erwachsene und ist auch für Kinder leicht zu händeln, und wiegt dabei nicht mehr als 60kg. Merci, Monsieur Vivier, pour cette jolie annexe !

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